Vierte Damen: Zwei Spiele sind eines zuviel ...

Die 4. Damen konnten sich souverän als Gruppenerster für die Aufstiegsrunde in die 1. Verbandsliga qualifizieren. Diese fand nun am Sonntag, den 12.03.2017 in der Sporthalle im Kölner Damm statt.

Um 9.15 Uhr trafen wir uns für die Vorbereitung auf das kommende Halbfinale gegen die Damen von NSF.

Wir waren etwas verwirrt und überrascht, da sich der Gegner bereits bei unserer Ankunft mit lautstarker Musik im Warm-Up Programm befand. Wir berieten uns erst einmal in der Kabine, wer bzw. ob sich jemand draußen warmläuft, schließlich wäre auch die Halle frei zum Warmlaufen. Jeder führte sein individuelles und somit ganz persönliches Aufwärmprogramm durch und stimmte sich auf das Spiel ein. „Ganz schön viele Mädels, die haben 6 Auswechselspielerinnen!“ Wir waren glücklich, dass wir zwei Auswechslerinnen für das Spiel hatten. „Die sind ganz schön dynamisch und motiviert!“ „Nicht zu unterschätzen!“ Wir wussten, dass das Halbfinale kein Spaziergang wird. Unsere Teamchefin gab uns die Aufstellung und Taktik bekannt. Wir spielten uns noch ein wenig gemeinsam ein und schon war es 10:00 Uhr! Anpfiff vor wirklich vollen Tribünen. Da die Sporthalle die Heimhalle von NSF ist, waren deren Fans mit Tröten und Trommel am Start. Unser Fanblock war wie immer mit den Familienmitgliedern unserer Mannschaft besetzt. Es brauchte ein wenig bis wir ins Spiel kamen und unser erstes Tor erzielten. Relativ schnell konnten wir auf 2:0 erhöhen. Ein klasse Spiel mit super Angriffen und souveränen Abwehrleistungen auf beiden Seiten. Eine herausragende Torhüterin auf unserer Seite und ein eingespieltes Team. Der Ball lief auf beiden Seiten gut. NSF war motiviert dieses Spiele auch 5 Minuten vor dem Abpfiff beim Stande von 6:1 noch zu gewinnen und nahmen den Torhüter raus. Die letzten Minuten drängte uns der Gegner auch wirklich sehr zurück in die eigene Hälfte, sodass wir mehrere Ecken und Angriffe verteidigen mussten. Gute zwei Minuten vor Schluss konnte NSF doch noch ein Tor erzielen. Wir gewannen also das Halbfinale mit 6:2!
Finale und Zeit zur Erholung. Denn das Finale fand erst um 16:00 Uhr statt. Fünf Stunden Pause. Genügend Zeit um etwas für das Zusammengehörigkeitsgefühl zu tun. Wir schauten uns noch das zweite Halbfinale an und gingen dann gemütlich zum Asiaten um noch eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen. Auf dem Rückweg noch gemütlich eine leckere Kaffeespezialität („Haben die hier auch einfachen schwarzen Kaffee?“) bei schönstem Wetter to go. Für das zweite Spiel erreichten uns dann sogar noch zwei weitere Spielerinnen, sodass wir vier Auswechselspielerinnen hatten. Wieder stand uns eine junge, dynamische und mehr als motivierte Mannschaft als Gegner gegenüber. Die zweiten Damen von Rotation Prenzlauer Berg. Im defensiven 5er-Würfel warteten wir erst einmal ab, was da nun auf uns zukam. Mit zwei gut ausgespielten Kontern konnten wir mit 2:0 in Führung gehen. Konditionell liefen wir mittlerweile teilweise wirklich auf Reserve. Prenzl´Berg rannte und rannte. Der Gegner drängte uns oft in die eigene Hälfte und wir konnten gut verteidigen. Eine kleine Unachtsamkeit und der Ball rollte doch über unsere Torlinie. Es ging hin und her. Der Coach der Gegner analysierte via Kamera und Livebild auf seinem Tablett unsere Angriffe. So viel Professionalität traut man einem Gegner in der 2. Verbandsliga eigentlich nicht wirklich zu. Bei einem unserer Angriffe konnten sich die Gegner nur durch ein Foul im Schusskreis weiterhelfen, sodass es einen Siebenmeter für uns gab. Unsere Möglichkeit den Sack zuzumachen. Im ersten Spiel noch einen Siebenmeter verwandelt und sich ihres Könnens und Wollens sicher, nahm sich die SCCerin den Ball und verlor doch die Nerven. Leider wurde der Siebenmeter verschossen und der Druck wuchs in den letzten Minuten enorm. Circa Fünf Minuten vor Schluss wurden wir auch noch mit einer grünen Karte bestraft. Tatsachenentscheidung nennt man sowas. Man muss mit solchen Entscheidungen umgehen können, auch wenn es schwer fällt. Dass man dann auch noch in genau der einen Minuten in Unterzahl das Tor zum 2:2 kassiert ist dann leider auch Tatsache und mehr als unglücklich. Unentschieden nach wirklich anstrengenden 50 Minuten Hockey. Nun wird das Spiel wohl durch das kleine Fünkchen mehr Glück im Penaltyschießen entschieden. Nachdem uns noch einmal kurz die Regeln erklärt wurden und wir mehr oder weniger drei freiwillige Schützinnen finden konnten ging es los. Leider hatten wir nicht das nötige Glück und so verloren wir das Penaltyschießen knapp. Wir stiegen also nicht auf und spielen in der nächsten Hallensaison weiter in der 2. Verbandsliga. Die Niederlage haben wir anschließend in der Kabine analysiert: Zwei Spiele an einem Tag sind für uns definitiv eins zu viel. Der Stimmung tat die Niederlage jedoch keinen wirklichen Abbruch. Das ein oder andere Fläschchen Schaumwein wurde geöffnet und wir ließen das Spiel noch einmal Revue passieren.
Es bleibt zu sagen, dass dieses Team eine absolute Ausnahme an Loyalität, Klasse und Teamgeist ist. Es gibt niemanden, der jemals ein böses Wort über jemanden verliert. Jeder ist auf seine Art und Weise eine Stütze und ein Teil des Ganzen.
Im Feld werden wir nun wieder mit den 3. Damen gemeinsam spielen.
Bewerbungen für die kommende Hallensaison für die 4. Damen können gern an Wolfgang gesendet werden.

Bis zur nächsten Hallensaison
Eure 4. Damen (E.L.)

Es spielten in der abgelaufenen Hallensaison folgende Damen :
Mary (TW), Sammy (TW), Katha Knodt (TW), Katja, Silke, Eileen, Anne, Jul, Nolle, Beate, Jessi, Carry, Carla M., Livi K., Nora K. und Marie