Die ersten Damen starten am Wochenende in die Saison

Die ersten Damen starten am Wochenende in die neue Saison. Mit dabei ist als neuer Trainer Philipp Koesling. Hier wird er kurz vorgestellt, in Anlehnung an die Fragen an Liam Koore!

Ich bin: Philipp Koesling 
Im SCC seit: 15.08.2016                
 
Bisherige Vereine (als Spieler) Mariendorfer HC, Berliner HC, Club zur Vahr, Hockey Club Delmenhorst
 
(als Trainer) Ausser dem SCC? Kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern!
 
PK: Ich glaube ich war mal in Potsdam tätig als Damen- und Herren-, weibliche Jugend A, männliche Jugend B –Trainer – da habe ich acht Jahre lang fast alles gemacht, so einmal durch, davor war ich kurz bei Rotation Prenzlauer Berg bei den Damen, davor habe ich beim CfL die Damen und auch die Herren trainiert aber hauptsächlich die Damen, und davor die Damen vom Mariendorfer HC und neben dem Spielen noch die NSF-Herren
 
Wie bist Du als Damentrainer zum SCC gekommen?
Über eine Empfehlung von Oliver Heun (z.Zt. hauptamtlicher Jugendtrainer der PSU)
 
Was sind Deine ersten Eindrücke von Berlin und dem Club?
 
PK: Berlin gefällt mir Klasse. Ich habe sogar mal in Charlottenburg gewohnt, man soll es ja kaum glauben, in einer Hinterhofwohnung, da habe ich meine jetzige Frau auch kennen gelernt. Nicht im Hinterhof sondern in der Wohnung! Besonders schön hier vor Ort ist das Mommsenstadion, das habe ich meinen Kindern jetzt auch schon gezeigt – das ist absolut sehenswert! Leben tue ich jetzt in Potsdam, geboren bin ich in Berlin und bis jetzt bin ich voll geflasht von Berlin.
 
Und wo hast Du Deine Kinderhockeyschritte gemacht?
PK: Ich habe keine Kinderhockeyschritte gemacht. Das ist lustig, denn ich habe eigentlich erst mit 17 angefangen, Hockey zu spielen. Ich bin in jungen Jahren mit der Familie nach Westdeutschland gezogen, nach Bremen, und dann weiter nach Oldenburg und habe dann in Bremen und Delmenhorst meine ersten Hockeyschritte gemacht.
 
Hast Du den Bremer oder Potsdamer Stil mit nach Berlin gebracht?
PK: Nein, gar nicht. Überhaupt es gibt keinen Potsdamer Stil, es gibt immer nur den Stil der Mannschaft die man gerade trainiert. Insofern gibt es hier einen eigenen Stil und da werden wir gucken dass wir den so cool ummodeln, dass der Stil präsent ist für alle.
 
Du schaust als Trainer auch aufgrund der Personalsituation jetzt auch verstärkt auf die zweite Mannschaft, bis zu den Juwelen der dritten Damen bist Du noch gar nicht vorgedrungen. Was ist der Reiz an dieser gemeinsamen Trainingsgruppe?
 
PK: Der Reiz ist ganz klar, je breiter die Gruppe ist, desto mehr Möglichkeiten hast Du auch aus dieser Gruppe heraus das entsprechende Reservoir für die jeweiligen Mannschaften zu ziehen. Man hat einfach dann wieder diesen Zusammenhalt. Es gab wohl auch vorher die eine oder andere Stimme die dem nicht ganz so offen gegenüberstand aber mein Hauptaugenmerk ist eigentlich immer, das man eine Mannschaft sein muss. Wir sind nur so stark wie das schwächste Glied in der Truppe, so stark ist dann die gesamte Mannschaft, und je stärker wir das machen – und da müssen alle mithelfen – und je breiter das gefächert ist desto stärker werden wir definitiv in Gänze dastehen.
 
Sportlich muß also nicht unbedingt der direkte Wiederaufstieg in die zweite Liga forciert werden sondern eher Breite und Zukunft geschafft werden?
 
PK: Breite und Zukunft sind momentan wirklich wichtiger, als mit der Brechstange und 10-12 Spielerinnen, die das vielleicht wollen, unbedingt etwas zu versuchen. Das ist mit der jetzigen Mannschaft wohl nicht der richtige Weg. U.a. feiern wir eindeutig noch zu wenig, wir müssen unbedingt noch wieder etwas mehr gemeinsam unternehmen um auch da wieder zusammenzurücken. Und ich glaube, je breiter die Basis ist desto grösser ist die Chance, nach oben in die Spitze etwas zu entwickeln. Das ist schon immer meine Philosophie gewesen. Ich finde es einfach cool wenn wir es schaffen etwa dreißig bis 35 gleichwertige Spielerinnen zu haben. Dann kann auch jeder seinen wichtigen anderen Verpflichtungen nachgehen ohne dass das ein Riesenloch reißen würde und das trotzdem alle gleichmäßig Spaß haben.
 
Einige Spielerinnen sind noch nach dem Abitur im Ausland und kommen eventuell zurück, andere werden wieder gehen nach der Schule.  Was bedeutet das für die Mannschaft?
 
PK: Wenn wir das schaffen, dass wir den Leuten die jetzt aus was weiß ich für Gründen leider gehen mussten, zu zeigen, dass es hier bei uns nett und lustig ist und wir mit viel Freude auch die Leistung wieder gewuppt kriegen, kann uns und dem Verein nichts Besseres passieren. Ich glaube, dass wir jetzt erst einmal auf dem richtigen Weg sind und was dann unterm Strich rauskommt ist mir letztendlich egal und wird immer möglichst positiv angenommen.